Shooting mit Natali

Wieder einmal sind mit der wundervollen Natali T. schöne Bilder entstanden.

Ich wollte mit ihr eine neue Reihe versuchen und sie zögerte nicht. Das Make-Up und Haar-Styling hat sie übernommen.

 

Bewerbungsfotos

Immer wieder werde ich gefragt, worauf soll man dabei achten. Und meine Antwort lautet immer: Was und wen möchtest du damit erreichen?

Wichtig ist mir immer, dass die fotografierte Person sich wohl fühlt aber das Ziel vor Augen behält. Nicht MIR, dem Fotograf oder der fotografierten Person soll das Foto gefallen, sondern den potentiellen Arbeitgebern in diesem Fall.bewerbungsfoto
Natürlich sollte dabei beachtet werden, dass sich die fotografierte Person darin wiederkennt und verstanden fühlt.

Eine angenehme Atmosphäre und ein kurzes lockeres Vorgespräch ist immer sinnvoll. Hier findet man meist heraus, was die Person wirklich erreichen möchte und wie sie sich selbst sieht. Den meisten ist nicht bewusst, dass sie charismatisch wirken. Durch die andauernd Beeinflussung durch Internet, Zeitschriften und TV denken leider viele Menschen, dass sie nicht gut aussehen. Nicht selten hatte ich Gespräche die eine Stunde dauerten. Und die habe ich nicht berechnet.bewerbungsfoto
Menschen, die mich extra aufgesucht haben waren da, weil sie sich von anderen Fotografen nicht verstanden fühlten.
“Sie möchten Bewerbungsfotos? Alles klar! Hinsetzen, Haare kämen, bitte lächeln. Ja nochmal….Alles klar, fertig!”

Neben Scham, Angst und Unsicherheit im Vorfeld kommt meist die Verkrampfung während des Fotografierens. “Die unbekannte Person hinter der Kamera, kennt mich nicht und denkt sonst was über mich. Ist ja nur Models gewohnt.”

Wie oft haben wir das selbst erlebt? Wie oft haben wir uns danach geärgert? Dieses unangenehme Gefühl, wie nach einem Besuch bei einem schlechten Frisör.

Auch während des Shootings sollte man beachten: immer wieder Pausen für ein kurzes Gespräch, damit die Person nicht verkrampft und auch bewusst sagen, was sie richtig machen und was verbessern könnte. Das ist immer positiv für die eigene Wahrnehmung.
Zwischendurch auch mal eine längere Pause (“Halbzeit”), um die Ergebnisse mit dem Kunden durchzugehen. Lasst sie eure ehrliche Meinung als Fotografen hören. Aber hört auch selbst zu, was die Kunden euch sagen möchten (auch zwischen den Zeilen!). In der zweiten “Halbzeit”, kann man das Ganze verbessern bzw. neue Ideen angehen.

Meine ersten Arbeiten waren schlecht! Ich war fixiert auf das Erlernte und wollte unbedingt meine erworbenen Kenntnisse anwenden und schön nach Schema arbeiten. Der Kunde hat ja keine Ahnung. FALSCH!
Die Person kennt die eigene “Schokoladen-Seite” und wir sind die Menschen hinter der Kamera, die durch Beobachtung das Beste herausstellen können.

DO’S & DON’TS

Ja, davon gibt es viel Material im Internet und es bietet sich auch an dies zu lesen.
Ich werde hier nicht viel darüber verlieren außer:
Fragt nach wo sie arbeiten möchten und welche Position Sie in der jeweiligen Firma anstreben. Schaut im Internet nach, wie sich diese Firmen und ihre Geschäftsführer (falls vorhanden) präsentieren. Das hat mir meist geholfen und bis jetzt habe ich immer positives Feedback erhalten.

 

Über Anregungen und Kritik freue ich mich immer. Und falls euch das doch helfen sollte, dann sagt mir bescheid.
In diesem Sinne: Viel Erfolg!